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Die Diktatur des Genderismus - Die Schaffung des neuen Menschen durch Gender
| Zum Thema Gender wurde ein ganzer Strauß an Begriffen erschaffen, ohne sie genau zu definieren. In WikiMANNia steht Genderismus für die Ideologie (wie etwa Feminismus oder Kommunismus), Gender Mainstreaming für die politische und Gender Studies für die (schein)wissenschaftliche Etablierung der Gender-Ideologie in der Gesellschaft, sowie Gendersprech für die Verankerung in der Sprache mit den damit verbundenen Sprachmanipulationen. (Siehe auch: Fachbegriffe des Genderismus) |
Die Diktatur des Genderismus - Die Schaffung des neuen Menschen durch Gender ist ein Vortrag von Inge M. Thürkauf, der im Mai 2010 im christlichen Magazin Der Fels abgedruckt wurde.
| "Unser letztes Ziel ist jenes von Voltaire[wp][1] und der Französischen Revolution[wp]: Die vollkommene Vernichtung des Katholizismus und selbst der christlichen Idee"[2], heißt es in "Der ständigen Anweisung der Alta Vendita", einer italienischen Loge. Doch um die Kirche vernichten zu können, müssen zuerst die familiären Strukturen aufgelöst werden.
Das politische und gesellschaftliche Programm der neuen Ideologie Gender Mainstreaming, auf das sich sowohl die Europäische Union als auch die Vereinten Nationen[wp] verpflichtet haben, ist exakt dabei diese Auflösung vorzubereiten. "Durch Zersetzung der Familie, als dem Herd aller patriarchalischen Unterdrückung, vor allem der Versklavung der Frau" soll die Vatergesellschaft aufgelöst werden, damit wird der Weg freigemacht werden kann für den neuen Menschen, der dann im Paradies des Matriarchats seine neue und endgültige Herrschaft finden wird.[3] Die klammheimliche Übernahme unserer Gesellschaft durch Gender MainstreamingDas Programm von Gender Mainstreaming scheint die ausgeklügelste Methode zu sein, das Ziel der "Denker" und "Kämpfer" des 18. Jahrhunderts zu erreichen. Die gegenwärtig aufgebrochene Diskussion um eine Gender gemäße Neuorientierung sowohl der Geschlechter als auch von Ehe und Familie ist - menschlich gesehen - dazu geeignet, das "Christentum in seiner Gesamtheit"[4] auszulöschen. Gender Mainstreaming ist ein Projekt, das schleichend sich seit der 4. UN-Weltfrauenkonferenz[wp] 1995 in Peking nicht nur in unsere Gesellschaft, sondern auch in die Politik eingeschleust hat, und zwar weltweit, ohne dass sich die Bevölkerung der einzelnen Länder überhaupt darüber bewusst werden konnte. Im Laufe dieser Konferenz hat es sich gezeigt, dass der Begriff "Gender" eine neue Weltanschauung beinhaltet, die alle Unterschiede zwischen den Geschlechtern relativieren will, d. h. sie nicht als naturgegeben, sondern als gesellschaftsbedingt versteht. "Gender" unterstellt, dass jede sexuelle Orientierung - heterosexuell, homosexuell, lesbisch, bisexuell und transsexuell - gleichwertig ist und gesellschaftliche Akzeptanz beanspruchen kann, ja sogar muss. Mit anderen Worten: jeder Mensch soll sein Geschlecht selbst wählen können, er soll selbst bestimmen, ob er Mann oder Frau sein will oder das, was immer gerade seinem augenblicklichen Empfinden entspricht, und niemand darf sich dieser freien Entscheidung entgegensetzen, denn dies wäre eine Diskriminierung. "Mainstreaming" jedoch ist der "Hauptstrom", mit dem dieses neue Menschenbild durch Politik und Gesellschaft getrieben werden soll. Dieser beliebige Wandel des Geschlechts zielt auf das sensibelste Empfinden des Menschen, auf die Sexualität, und als Zielgruppe dieser Beliebigkeit wurde die Frau ins Visier genommen. Hinter allem steht der Gedanke, sie von jeglichen angeblich naturgegebenen Verhaltensweisen zu befreien. Den Gender-Ideologen war bewusst, dass das von allen überkommenen Vorstellungen befreite "ewig Weibliche" den Adam "hinanziehen"[5], ihn mitreißen wird in das, was die menschliche Psyche an Unordnung und Perversion in der Lage ist zu bieten. Der Mensch sei, so das Diktum von Gender, nicht durch natürliche Anlagen festgelegt, sondern, durch das, was die Gesellschaft aus ihm macht, in Anlehnung an den oft zitierten Satz von Simone de Beauvoir: "Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird es".[6] Dieser Satz ist in seiner Absurdität kaum zu übertreffen und dem gesunden Menschenverstand völlig zuwiderlaufend. Dessen ungeachtet hat er Weltkarriere gemacht, und im radikalen Feminismus konkrete Formen angenommen. Nicht mehr das biologische Geschlecht, die Tatsache, dass der Mensch von Gott als Mann oder als Frau geschaffen wurde, ist von Belang. Die Gender-Ideologen reißen jegliche bisher geltende Normen ein und verwerfen die Differenzierung in Mann und Frau als eine Erfindung des "hetero-sexuellen Patriarchats", als ein soziales Konstrukt, da jedes Geschlechterverhalten nicht angeboren, sondern erlernt sei. Was seit Anbeginn der Menschheit als "natürlich" und "normal" gegolten hat, die Zuordnung als Mann und Frau, soll nun von gesellschaftlichen Vorstellungen und Bestimmungen abhängen und - dies ist die Bedrohung für Ehe und Familie - durch Umerziehung geändert werden, um das zu kreieren, was zum Planziel materialistischer Biologen, Genetiker und Politiker gehört und schon seit Jahrzehnten vorbereitet wurde: den neuen Menschen, der reif werden soll für die neue Weltordnung, für die neue Welteinheitsreligion. Die Umerziehung aber soll schon bei Kleinstkindern, spätestens aber im Kindergarten beginnen. Die Realität "Gender"
Damit solche Szenarien wirksam werden können, bedarf es geistiger Umwälzungen, die Schritt für Schritt das Denken des Menschen - meist unbemerkt - verändern. Auch "Gender Mainstreaming" hat seine Geschichte, deren Kenntnis dazu beitragen kann, dessen Wesen besser zu erfassen. Die folgenden Ausführungen mögen helfen, die gegenwärtig aufgebrochene Diskussion um eine Entwicklung, die tief in das Wertefundament unserer Gesellschaft eingreift und dabei ist, dem Christentum - menschlich gesehen - den Todesstoß zu versetzen, in einem größeren Zusammenhang zu sehen. Das umstrittene Experiment: der Mensch1962 traten in London Genforscher vor die Öffentlichkeit der Welt, die Wegbereiter wurden für die von den meisten der heutigen Zeitgenossen noch kaum wahrgenommene Gender-Revolution. Was uns heute im Programm der Gender-Ideologen entgegentritt, wurde damals durch hochdotierte Wissenschaftler als "biologische Zukunft des Menschen" vor einer größtenteils unvorbereiteten Menschheit ausgebreitet. Mit dem als Ciba Foundation Conference bekannt gewordenen Symposium von 27 führenden Forschern der Biologie und Genetik, darunter auch Nobelpreisträgern, wurde eine Tür aufgestoßen, die den Blick in die Laboratorien der Menschenzüchter freigab. Wir werden sehen, dass das scheinbar in Vergessenheit geratene CIBA-Symposium eine gespenstische Omnipräsenz besitzt.[14] Ein zentrales Anliegen der anwesenden "Commis Voyageurs der Wissenschaft"[15] kam immer wieder zur Sprache: die Aufhebung der letzten intakt gebliebenen Institutionen Ehe und Familie. Keineswegs dürfen Maßstäbe, die gestern gültig waren, verewigt werden. Wer immer noch daran festhalte "macht aus unserem Dasein ein perfektes Museum. Oder ein Totenreich ohne Zukunft"[16], da die intellektuelle, wissenschaftliche und soziale Entwicklung des Menschen durch eine objektive Wahrheit (vor allem jene der katholischen Kirche) mit Gewalt unterdrückt würde. Die ultima utopia der WissenschaftWissenschaftler, die entscheidend dazu beigetragen haben, die eugenische und genetische Forschung voranzutreiben, sollen hier genannt werden: Herman J. MullerHermann J. Muller[wp][17] hat schon 1927 auf einem Internationalen Genetiker-Kongreß davon gesprochen, die "Erb-Masse Mensch" zu ändern oder noch besser möglichst neu herzustellen, damit ein neuer Mensch geschaffen werden kann, um dadurch den Schöpfungsakt zu überbieten.[18] Die künstliche Menscherschaffung, als die ultima utopia der Wissenschaft, die noch das naturwissenschaftliche Forschungsgebiet der Kernenergie und Weltraumfahrt übertreffen will, versteigt sich in den Wahn, den Menschen gentechnisch fit zu machen für die weitere technologische Entwicklung. Dies erst, so Muller, würde die Möglichkeit schaffen für eine Weltbeherrschung. Er gab der Genetik den Auftrag, durch die Erforschung der Gene die Evolution des Menschen, methodisch zu lenken und zu "beherrschen" und so radikal umzuformen, dass im Prinzip die Herstellung eines künstlichen Menschen damit gegeben sein würde."[19] Die Mittel, die dabei angewendet werden sollen, sind heute keine Utopien mehr. Muller verlangt nicht mehr und nicht weniger als die Aufhebung von Ehe und Familie, in dem er sie ihres Sinnes beraubt: der Zeugung und Aufzucht der Nachkommen. Damit ist die künstliche Zeugung durch In-vitro-Fertilisation[wp] angesprochen, die Befruchtung außerhalb des Mutterleibs, sie ist heute Routine geworden. Als Kurzformel könnte man zu dieser Art der Befruchtung sagen: Geschaffen, nicht gezeugt.[20] Aber es ist auch die Übernahme der Kinder durch den Staat angesprochen. Die heutige Sozialstaatsideologie greift mit immer härteren Methoden nach den natürlichen Rechten der Eltern und Kinder. Die wissenschaftliche Entwicklung, durch die der Mensch seine Evolution in die eigene Hand nehmen soll, muss, nach Muller, stufenweise intensiviert werden: von der Geburtenkontrolle über die Transplantation und Geschlechtsbestimmung des Eies zur totalen Kontrolle der "Kind-Produktion", die Austragung des künstlich befruchteten Eies, die Abtrennung der Zeugung vom Liebesleben (das wird heute vor allem durch die Sexualerziehung an der Schule vorangetrieben, dort wird, abgesehen von Ausnahmen, lediglich die Technik des sexuellen Aktes gelehrt, mit oft drastischem Anschauungsmaterial und nicht selten verheerenden Folgen für die weitere Entwicklung der Kinder). Die Ausschaltung und Zerstörung der Familie führt nach Muller über die Welteinheit aller Kulturen, Völker und Rassen (wir hören daraus schon den Plan zur Schaffung der einen Weltregierung). "Wenn der Mensch seine Evolution erst selber manipuliert, werden die höchsten Geister der Menschheit eine exakte Genetik entwickeln und damit ein gottgleiches Wesen erschaffen."[21] In den verschiedenen Vorträgen und Diskussionsforen des CIBA-Symposiums wurde diese Hybris des Sein-Wollen-wie-Gott beinahe von allen Rednern immer wieder hervorgehoben. In voller Überzeugung konnte daher Werner Arber[wp], Nobelpreisträger für Medizin 1978, in einer Presseinformation erklären: "Schließlich stellt sich die Frage, ob der Mensch genetisches Material verschiedenen Ursprungs nach seinem Belieben miteinander verknüpfen darf. Können dabei nicht vollkommen neue, bisher unbekannte Lebewesen entstehen? Der Forscher übernähme dabei die Rolle Gottes in der Schöpfungsgeschichte." [22]
Es ist die alte Idee des Übermenschen von Prometheus[wp] über Nietzsche[wp] zu Hitler bis zur biologischen Utopie einer Züchtung des Übermenschen durch Kontrolle und Lenkung der menschlichen Evolution, damit der Mensch, dieses "schwächste Glied" diese "Fehlkonstruktion" dem Atomzeitalter besser gewachsen sei. Sir Julian HuxleyEin weiterer, nicht weniger bedeutender Wortführer des CIBA-Symposiums war Sir Julian Huxley.[24] Er verwirft mit seinem "evolutiven Humanismus"[wp] konsequent alles Absolute, die absolute Wahrheit, die absolute Moral, die absolute Vollkommenheit, die absolute Autorität und propagiert eine Gentechnik, die alte Werte zerstört, ohne neue an ihre Stelle setzen zu können. "Darwin oder Gott", so Huxley, "denn die Welt (und das menschliche Hirn) habe nicht Platz genug für beide"[25] Wir müssen uns von der irrigen Annahme entfernen, zu glauben, dass es so etwas wie Wahrheit oder Tugend gibt.[26] In seiner Vision über "Die Zukunft des Menschen" warnt er nicht nur vor der Gefahr der Bevölkerungsexplosion, die, um Heimat und Kultur zu retten, unbedingt einzudämmen ist, sondern auch vor einer ungünstigen Auswirkung der Genetik in unserer Zivilisation. Daher müssen eugenische Verbesserungen so "schnell als möglich" durchgeführt werden. Für die moderne psychosoziale Evolution ginge es viel zu langsam, wenn man nur die hochwertigen Individuen ermutigen würde, mehr Kinder zu zeugen. Die Eugenik wird schließlich Methoden wie orale Verhütungsmittel, künstliche Befruchtung und Vielfachbefruchtung durch tiefgekühlten Samen "von hoher genetische Qualität"[27] anwenden müssen. Wer jedoch wird die "hohe genetische Qualität" von der "minderen" trennen? Im Nationalsozialismus hat Huxleys Eugenik seine Vollstrecker gefunden. Teilhard de ChardinIn diesem Zusammenhang ist es nicht unbedeutend, dass Huxley in seinen Visionen über die Zukunft des Menschen immer wieder seine Nähe zu Teilhard de Chardin[wp] bekundet. Nach Teilhard ist es wesentliche Aufgabe seines kosmischen Christus, die Evolution im Punkt Omega ans Ziel zu bringen, eine Evolution, der er, Christus, seiner Menschheit nach, selbst unterworfen sei. An Stelle der Auferstehung steht die Evolution, die Identifizierung von Materie und Geist. Anstatt der visio beatifica, der beseligenden Anschauung Gottes, erfahren wir das Eintauchen des individuellen Bewusstseins in das Allbewusstsein einer Übermenschheit. Ein Christus aber, der Anfang und Ende eines Prozesses der Evolution ist, und zur Weltenseele erkürt wird, hat aufgehört, Person zu sein. Verhängnisvoll wird es, wenn diese sonderbare Logik im System Teilhards, welches das Fundament des menschlichen Lebens zerstört, nämlich die Person, in die Diskussion über die Abtreibung gerät. Etwas, das nicht Person ist, kann auch ohne weitere Skrupel abgetrieben werden. Teilhard hat hier einen zentralen Beitrag zur Tötung ungeborener Kinder geleistet.[28] Wolfgang Kuhn schreibt dazu: "Zu welch grauenhafter Entwürdigung des Menschen die Phantastereien Teilhards im Nationalsozialismus geführt haben, bedarf keiner besonderen Betonung mehr. Man versteht, dass es einem gerade bezüglich der Gedanken, die Teilhard zur Eugenik äußert, angst und bang wird. Teilhard ist schnell bereit, von wissenschaftlichen Tatsachen, ja Gesetzen zu sprechen wo es sich in Wirklichkeit nur um seine eigenen Konstruktionen und Wunschbilder handelt."[29] Der in London erstellte Katalog von Forderungen und Visionen genetischer Utopien war die Einleitung eines Forschungsprozesses, dem sich verblendete Wissenschaftler ohne Rücksicht und ohne Bedenken auf die sozialen, biologischen und politischen Auswirkungen verschrieben haben. Es ging ihnen dabei nicht um das Wohl des Menschen, sondern um die schrittweise "Verbesserung" des genetischen Fundaments im Dienst einer Neukonstruktion, um "Gott ähnlich zu werden". Teil dieser Neukonstruktion müsse die Abschaffung der Zweigeschlechtlichkeit sein (also die Tatsache, dass es Mann und Frau gibt). Mit der Abschaffung der Zweigeschlechtlichkeit kann das neue Menschenbild Gender geschaffen werden, das jede sexuelle Orientierung als gleichwertig betrachtet. Planned Parenthood - Pro Familia - Margaret SangerNicht nur Huxleys "evolutiver Humanismus" war in London Bestandteil der Diskussion um den neuen Menschen, sondern auch seine eugenische Philosophie des wissenschaftlichen Rassismus, der schon Jahre zuvor einen nachhaltigen Einfluss auf jene weltweite Geburtenkontroll-Bewegung genommen hat, die heute unter dem Begriff Planned Parenthood auf eine Gesellschaft hin arbeitet, in der so genannt archaische sexuelle Gesetze und irrationale Ängste vor Sex nicht mehr existieren. Wie Jean-Paul Sartre[wp] in seiner Lebensgefährtin Simone de Beauvoir eine kongeniale Partnerin zur Ausbreitung seiner atheistischen Existenzphilosophie fand, so war für den Biologen Huxley die Gründerin von Planned Parenthood, Margaret Sanger, gewissermaßen der verlängerte Arm seiner genetischen Denkmodelle, die bis heute unsere Gesellschaft prägen und die im Genderismus voll ausgelebt werden. Die Aufgabe der Geburtenkontrolle, wie sie Margaret Sanger verstand, war zunächst die Bekämpfung der Gesetze, die Verhütungsmittel verbieten. Sie gründete das nach ihr benannte "Margaret-Sanger-Forschungszentrum", das die Entwicklung der Pille und der Spirale finanzierte und hatte damit, in Verbindung mit Sterilisation und Abtreibung einer Verhütungsrevolution Vorschub geleistet, die im Begriff ist, die unaufhaltsame Selbstauslöschung der Industrienationen herbeizuführen. Das traditionelle Verständnis von Ehe war für sie ein zu bekämpfendes Übel. Nicht Gesetz oder Tradition heiligen die Ehe, sondern allein die individuelle sexuelle Befriedigung, denn "körperliche Liebe ist ein höheres Gebot als das bloße Gesetz".[30] Zur "Verbesserung" des genetischen Potentials forderte Margaret Sanger die Sterilisation der armen Bevölkerung, um - ganz im Sinne Darwins Überleben des Stärkeren und im Sinne der ihr bekannten Genetiker - eine Rasse von "Vollblütlern" hervorzubringen: "Mehr Kinder von Tüchtigen, weniger von Versagern."[31] Margaret Sangers Gedankenkonstruktionen deckten sich völlig mit Hitlers Theorien zur Züchtung einer arischen, rassisch hochstehenden Elite. Massensterilisation und Euthanasie[wp] von angeblich untauglichen Menschen rechtfertigten die Nationalsozialisten mit der Rassenhygiene[wp], die nachweislich aus dem Programm der Geburtenkontrollbewegung Margaret Sangers stammte. Nach Bekanntwerden der logischen Konsequenzen von Hitlers Herrenmenschentum wandelte man den Begriff "Geburtenkontrollbewegung" um in die irreführende und schönfärberische Bezeichnung "International Planned Parenthood Federation"[wp] (IPPF) (Verband für geplante Elternschaft), deren Strategie es war, in den folgenden Jahren mit Hilfe der Vereinten Nationen[wp] die radikalen Ideen über Familienplanung, verpflichtende Sexualerziehung an den Schulen, Abtreibung und Sterilisation durchzusetzen und sie in politische Programme zu integrieren. Der deutsche Zweig der IPPF ist das Gründungsmitglied Pro Familia ("für die Familie"). Feminismus und New Age als Vorreiter des GenderismusDie Bewegung, die der Gender-Diskussion den Weg geebnet hat, ist der Feminismus. Vor allem der radikale oder Gender-Feminismus in Verbindung mit der Bewegung von New Age[wp] hat in den letzten Jahrzehnten die Umformung oder besser die Umerziehung der öffentlichen Meinung intensiviert, als eine die Gesellschaft verändernde Bewegung auf der Grundlage eines New-Age-Menschenbildes, das die Vorbereitung war zum Menschenbild des Genderismus. Es ging und geht den Gender-Feministinnen keineswegs um die Beseitigung von Ungerechtigkeit der Frau z. B. im Berufsleben. Im Gegenteil, die Forderung nach Gleichberechtigung ist ihnen ein Dorn im Auge, denn wo für die Gleichberechtigung gekämpft wird, verlieren sie ihr eigentliches Ziel: die weibliche Macht in sämtlichen Bereichen der Gesellschaft - unter Ausschaltung der Männer - zur Geltung zu bringen. Gender Mainstreaming ist exakt das Kontrollinstrument zur Aufhebung der Männerdominanz. Familie, Mutterschaft und Schwangerschaft werden von den radikalen Feministinnen als Diskriminierung der Frau angesehen. Die Schwangerschaft sei barbarisch, als gesund könne man sie auch nicht bezeichnen.[32] Es war dann auch die feministische Bewegung, die sich von Anfang an einig war im Kampf um die Freigabe der Abtreibung. Millionen Ungeborener wurden in den letzten Jahrzehnten abgetrieben. Wir sterben aus, die westlichen Länder leiden unter der so genannten demographischen Katastrophe und noch immer hat kein Umdenken stattgefunden. Auf der einen Seite wird für die Abtreibung gekämpft, auf der anderen Seite will man die künstliche Fortpflanzung in Anspruch nehmen. Wie dekadent muss eine Gesellschaft sein, um die Schizophrenie darin nicht zu erkennen. Es geht auch hier den Gender-Feministinnen unverblümt um die Zerstörung der Familie, um die Zerstörung des Männlichen und Weiblichen, denn, das Ende der biologischen Familie, so heißt es in einem Studienprogramm, wird auch dem Bedürfnis für sexuelle Unterdrückung ein Ende bereiten. Es wird angestrebt, dass außereheliche, homosexuelle, lesbische Lebensweisen gesetzlich verankert und nicht lediglich toleriert werden. Die feministische Gleichheit bedeutet nicht nur Gleichheit vor dem Gesetz oder Gleichheit in der Befriedigung von Grundbedürfnissen, sondern, dass Frauen keine Kinder austragen müssen. Die Zerstörung der biologischen Familie erlaubt das Emporkommen neuer Frauen und Männer, die sich von allen bisher existenten Menschen unterscheiden. "Solange menschliche Wesen nicht in der Retorte entstehen, sondern von Frau |