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Oligarchie
Der Begriff Oligarchie (griechisch ὀλιγαρχία, von ὀλίγοι [oligoi], "Wenige", und ἀρχή [archē], "Herrschaft", "Herrschaft von wenigen") bezeichnet eine Herrschaftsform, in welcher eine kleine und wirtschaftlich sehr einflussreiche Gruppe (Grundbesitzer, Unternehmer, Bankiers) die gesamte politische Macht innehat und zu ihrem eigennützigen Vorteil ausübt.
| Orientierung | |||
| Gemeinwohl | Eigennutz | ||
|---|---|---|---|
| Zahl der Herr- schenden |
einer | Monarchie | Tyrannis |
| einige | Aristokratie | Oligarchie | |
| alle | Demokratie | Ochlokratie | |
Nach der klassischen (antiken) Verfassungslehre ist sie die Entartung der Aristokratie. Zur Abgrenzung von dieser Bedeutung und in Besinnung auf den eigentlichen Wortsinn wird heute auch der an sich gleichbedeutende Begriff Oligokratie (griech. κρατία [kratía], "Macht, Herrschaft, Kraft, Stärke") verwendet.
Meinungen
| Zitat: | «Immer mehr Menschen sind der Meinung, dass wir eine auf Eigennutz beruhende Gesellschaftsform haben, die eher eine Mischung aus Ochlokratie (jeder gegen jeden) und Oligarchie (Lobbyisten) darstellt.»[2] |
| Zitat: | «Volkswirt Markus Krall schreibt zur Plutokratie[wp] (Geldherrschaft) des globalistischen Covid-19-Regimes:
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Oligarchie als Kampfbegriff
Der Begriff Oligarchie bzw. der davon abgeleitete Begriff Oligarch als Bezeichnung für einen (von mehreren) Machthabern in einer Oligarchie wird im politischen Diskurs oft als Kampfwort gebraucht, um missliebige Unternehmer mit einem gewaltigen Vermögen in bestimmten Staaten zu diskreditieren, unabhängig davon, ob diese überhaupt noch über die politische Macht, die einem Oligarchen zugeschrieben wird, verfügen.
| Wir wissen aus den Medien (der Meinungswirtschaft), dass Oligarchen etwas schlechtes sind. Und wir wissen, dass man Oligarchen eigentlich hauptsächlich in Russland findet, nicht aber im Westen. Früher gab es auch in der Ukraine noch "Oligarchen", aber von denen hört man in den Medien auch schon lange nichts mehr. Heute sind die ukrainischen Oligarchen - laut den Medien - "Geschäftsleute" oder "Politiker".
Im Westen gibt es natürlich auch reiche Menschen, aber das sind - den Medien zufolge - keine Oligarchen, das sind "Milliardäre", "Geschäftsleute", "Investoren" oder sogar "Philanthropen"[wp], die großzügig und selbstlos Stiftungen gründen, um das Leben der Menschen auf der ganzen Welt zu verbessern. Es ist an der Zeit, dass wir uns die Begriffe und ihre Bedeutungen mal anschauen, um zu verstehen, wie man die Begriffe richtig benutzt und wie die Medien ihre Leser schon mithilfe der Begriffe beeinflussen. Was sind Oligarchen? Das deutsche Wörterbuch definiert den Begriff des Oligarchen kurz und knapp:
Wikipedia ist bei der Definition detaillierter:
Oligarchen in Russland in den 1990er Jahren In den 1990er Jahren gab es in Russland per Definition Oligarchen. Einige wenige haben sich die Reichtümer des Landes unter den Nagel gerissen und die Politik beherrscht. Das Land war korrupt und Jelzin[wp] hat sich sogar den Oligarchen Beresowski[wp] als Chef der Kremlverwaltung in die Regierung geholt. Russland wurde in den 1990er Jahren unter Jelzin de facto von den Oligarchen regiert. Das änderte sich unter Putin, der kurz nach seinem Amtsantritt die Oligarchen vor laufenden Fernsehkameras aufforderte, die bisherigen Methoden einzustellen, ab sofort Steuern zu bezahlen und sich vor allem nicht mehr in die Politik einzumischen. In meinem Buch über Putin habe ich darüber in der Einleitung ausführlich geschrieben. Putin sagte vor laufenden Kameras zu den verwunderten Oligarchen:
Da die Oligarchen alle nicht legal an ihre Vermögen gekommen waren, machte Putin ihnen ein einfaches Angebot: Der Staat wird für die Untaten der Vergangenheit niemanden zur Rechenschaft ziehen, der ab sofort nach den neuen Regeln spielt, Steuern zahlt, sich aus der Politik raushält und sich an die Gesetze hält. Wer das nicht möchte, den trifft die Wucht des Gesetzes für die Verbrechen der Vergangenheit. Putin konnte die korrupt erfolgten Privatisierungen der 1990er Jahre nicht einfach komplett rückgängig machen, egal wie ungesetzlich sie gewesen sein mögen. Denn Russland brauchte Investitionen aus dem Ausland. Bei einer Rückabwicklung der Privatisierungen hätte es auch ausländische Investoren getroffen, die zum Beispiel von einem Oligarchen auch nur ein Grundstück für eine neue Fabrik gekauft hatten, das der Oligarch sich vorher ungesetzlich einverleibt hat. Ausländische Investoren hätten dann einen weiten Bogen um Russland gemacht. Daher schlug er den Deal vor, dass die Vergangenheit in Ruhe gelassen wird, aber ab sofort neue Regeln gelten sollten. Es gab Oligarchen, die sich dem anschlossen und solche, die glaubten, es könne weiter gehen wie unter Jelzin. Die letzteren erwischte die Macht der Gesetze und kein Staatsanwalt musste lange suchen, um Anklagepunkte zu finden. Mehrere Oligarchen, zum Beispiel Gusinski und Beresowski verließen Russland fluchtartig und verloren ihr zusammen geklautes Vermögen zum größten Teil. Oligarchen unter Putin Putin hat den Kampf mit den Oligarchen ausgefochten. Der sturste unter ihnen war Chodorkowski[wp], der wusste, dass Putin keine ausländischen Investoren verprellen wollte. Daher versuchte Chodorkowski Teile seiner Ölfirma Jukos[wp], damals die größte in Russland, an ausländische Investoren zu verkaufen, um sich so unangreifbar zu machen. Daraufhin wurde er verhaftet und der geplante Deal fand nicht statt. Chodorkowski wurde unter anderem wegen Steuerhinterziehung und Betrug zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt.[anm 1] Die Verurteilung Chodorkowskis wurde vom europäischen Gerichtshof für Menschenrechte als rechtens bestätigt. Der Gerichtshof kritisierte lediglich die Umstände der Festnahme und einen Teil der Haftbedingungen. Außerdem bestätigte der Gerichtshof 2011, dass Chodorkowski kein politischer Gefangener war.[5] In der Sache gab der Europäische Gerichtshof Russland Recht: Chodorkowski ist ein überführter Steuerhinterzieher und Betrüger. Putin hat den Einfluss der Oligarchen (oder wie man im Westen sagt, "den Einfluss der Wirtschaft") auf die russische Politik beendet. Das kann man gut oder schlecht finden, aber bestreiten kann man es nicht. Das bedeutet aber, dass es in Russland per Definition heute keine Oligarchen mehr gibt, denn sie sind zwar steinreich, aber sie üben keine Herrschaft mehr aus. Daher wird das Wort "Oligarch" beim Anti-Spiegel für russische Milliardäre in Zukunft nicht mehr benutzt, denn es ist per Definition mindestens seit 2003 die falsche Bezeichnung. Oligarchen im Westen Im Westen hingegen üben die Milliardäre ganz offen Einfluss auf die Politik aus, sie sind darauf auch sehr stolz. Aktuell sehen wir es bei Bill Gates[wp] und seiner Macht in Fragen von Pandemie und Impfungen. Ein weiterer bekannter und politisch sehr mächtiger Oligarch ist George Soros. Auch die neuen Milliardäre der Internetkonzerne üben massiv politischen Einfluss aus, zum einen durch Lobbyismus (also legalisierte Korruption) und zum anderen durch die Zensurmaßnahmen auf ihren Internet-Plattformen, auf denen sie Meinungen, die ihnen nicht gefallen, blockieren. Da die sozialen Netzwerke[wp] heute so wichtig geworden sind, üben auch die Internet-Milliardäre großen Einfluss auf die öffentliche Meinung aus. Aber gibt nicht viele dieser Milliardäre, die so großen Einfluss haben. Es sind vielleicht einige Dutzend, die die Politik des Westens massiv beeinflussen. Per Definition sind diese Menschen daher Oligarchen. Es gibt übrigens auch "kleine Oligarchen". Deren Macht erstreckt sich nicht - wie bei Gates, Soros und so weiter - auf den ganzen Westen, sondern nur auf einzelne Länder. In Deutschland ist die vielleicht mächtigste Oligarchen-Familie die Familie Mohn[wp], die über ihre Bertelsmann-Stiftung[wp] und über die Medien, die der Stiftung gehören, unbestritten einen sehr großen Einfluss auf die Politik ausübt und sogar maßgeschneiderte Gesetze erschaffen kann.[6] Der Anti-Spiegel wird daher in Zukunft bei Berichten, in denen diese Herrschaften eine Rolle spielen, konsequenten von "Oligarchen" schreiben und dabei für alle, die sich über den Begriff wundern, auf diesen Artikel als Erklärung verweisen. Der Sinn von Stiftungen Die Oligarchen im Westen haben sich Stiftungen gegründet. Fast jeder kennt die Bertelsmann-Stiftung, die Bill and Melinda Gates Foundation[wp] oder die Open Society Foundations[wp] von Soros. Das sind nur die bekanntesten, es gibt tausende dieser Stiftungen. Die Meinungswirtschaft berichtet immer ganz euphorisch, wenn wieder ein Milliardär sein gesamtes Vermögen in eine Stiftung überführt. Bei den Medien erfahren wir dann, dass dieser Milliardär von nun an nur noch Gutes tun will und dazu sein Vermögen an eine Stiftung übertragen hat, die ganz edle Ziele hat. Genannt werden dann oft Bekämpfung der Armut, Verbesserung von medizinischer Versorgung oder der Bildung und natürlich der Kampf für Demokratie und Wohlstand. In den Medien klingt es so, als wolle der edle Stifter sein Geld ausgeben, um der Menschheit zu helfen. Das ist falsch. Bei Wikipedia kann man dazu einen entscheidenden Satz lesen:
Im Klartext: Die Stiftung gibt das Vermögen des edlen Stifters nicht aus, ihre Aufgabe ist im Gegenteil, das Vermögen zu erhalten und zu mehren. Für "edle Zwecke" werden bestenfalls die Erträge eingesetzt. Der große Vorteil für den edlen Stifter ist es, dass Stiftungen steuerlich begünstigt sind. Das bedeutet, dass der edle Stifter (Bill Gates[wp], George Soros und so weiter) keine Steuern mehr auf ihre Erträge bezahlen. Das ist praktisch: Sie erhalten und mehren ihr Vermögen, ohne es versteuern zu müssen. Formal gehört ihnen ihr Vermögen zwar nicht mehr, es gehört ja der Stiftung, aber bei Gründung der Stiftung kann man sich so ziemlich alles in die Satzung schreiben und hat daher in der Praxis immer noch vollen Zugriff auf das Vermögen, auch wenn es einem formal nicht mehr gehört. Stiftungen sind also nichts anderes als ein gigantisches Steuersparmodell[wp] für Superreiche. Politischer Einfluss Mit dem Geld der Stiftung und mit ihren in der Satzung gesetzten Zielen kann der edle Stifter dann politischen Einfluss ausüben, indem er Projekte finanziert und Lobbyarbeit für sie macht. Wie das funktioniert, schauen wir uns wieder an den Beispielen Gates und Soros an. Die Stiftung von Bill Gates ist an so ziemlich allen Firmen beteiligt, die sich mit Impfungen oder Testsystemen für Viren beschäftigen. Die Liste der Investments der Stiftung ist ausgesprochen spannend zu lesen und man lernt dabei unglaublich viele Firmen kennen, die sich derzeit an COVID-19 eine goldene Nase verdienen. Und wie es der Zufall will, hat Bill Gates als größter "Spender" der WHO einen riesigen Einfluss auf das, was man heute die Pandemie nennt. Bill Gates hat also ein paar hundert Millionen an die WHO und andere Organisationen gespendet und als die Pandemie begonnen hat, begann Bill Gates über seine Beteiligungen an Pharmafirmen (unter anderem ist er an BionTech und Pfizer beteiligt) Dutzende Milliarden zu verdienen. So einfach und banal funktioniert das System. George Soros investiert vor allem in Währungen, er hat Großbritannien 1992 durch Spekulationen gegen das Englische Pfund fast in die Pleite getrieben. Das war sein finanzieller Durchbruch. Und unmittelbar danach hat er seine Open Society Foundation gegründet, mit der er sich politischen Einfluss zunächst in Osteuropa und inzwischen weltweit sichert. 2014 hatte Soros fünf Milliarden in ukrainische Staatspapiere investiert. Und als das Land nach dem Maidan, den Soros finanziert hat (darauf gehe ich in meinem Buch über die Ukraine-Krise inklusive Quellen ausführlich ein), vor der Pleite stand, hat Soros im Westen - vor allem in der EU - mit aller Macht dafür gekämpft, dass die EU die Ukraine mit Finanzhilfen vor der Pleite rettet. Der "selbstlose Einsatz" von Soros für die "Demokratie in der Ukraine" war nichts anderes als sein Kampf zur Rettung seiner investierten Milliarden, die im Falle einer Staatspleite des Landes weg gewesen wären. Und natürlich war es auch ein Kampf um politischen Einfluss in der Ukraine selbst, wo Soros anschließend ebenfalls blendend verdient hat. | ||||||||
| – Thomas Röper[8] |
Oligarchie im Westen
| Eine derzeit heftig diskutierte Frage ist, ob Putins Russland und auch China tatsächlich gegen die Weltordnung des Westens kämpfen, oder ob sie nur Teil einer großangelegten Täuschung sind und Wirklichkeit mit den westlichen Eliten zusammenarbeiten, die in diesen Tagen in Davos zum jährlichen Treffen des Weltwirtschaftsforums[wp] (WEF) zusammenkommen. Meinen Standpunkt zu der Frage habe ich schon oft und deutlich dargelegt und er ist auch das Thema meines neuen Buches "Putins Plan".
Putins Russland und China stehen gegen die vom Westen gewollte, globalistische Weltordnung und Putin war - auch, wenn gerne das Gegenteil behauptet wird - nie Teilnehmer des WEF-Programms Young Global Leaders oder des Vorgängerprogramms Global Leaders for Tomorrow. Das habe ich in diesem Artikel aufgezeigt[9], in dem alle Teilnehmerlisten dieser Programme verlinkt sind. Mehr Details und Hintergrundinformationen zu dem Thema habe ich hier zusammengestellt[10] und hier finden Sie[11] die sehr interessante Entstehungsgeschichte des Young Global Leader-Programmes. Die vielsagende Teilnehmerliste des WEF-TreffensDass es nicht nur meine These ist, dass Russland und China sich den Plänen des Westens mit aller Kraft entgegenstellen, sondern dass das der Wahrheit entspricht, zeigt die Teilnehmerliste des aktuellen Treffens des Weltwirtschaftsforums, die von einem investigativen Journalisten geleakt wurde. Sie können sie in diesem Artikel finden und herunterladen[ext]. Die komplette Teilnehmerliste des heute beginnenden WEF-Treffens umfasst 79 Seiten und die Teilnehmer sind darin nach Ländern sortiert. Daher kann jeder ohne großen Aufwand überprüfen, welche Staaten offizielle Vertreter - bis hin zu dutzenden Regierungschefs und noch viel mehr Ministern - zu dem Treffen schicken und aus welchen Ländern Geschäftsleute oder andere Vertreter anreisen. Man kann an der Liste deutlich erkennen, welche Länder faktisch unter der Kontrolle des WEF stehen und ihre Regierungsmitglieder dorthin schicken, von denen viele (bis hin zu Regierungschefs) die Programme des WEF durchlaufen, sich den Zielen des WEF von Klaus Schwab verschrieben haben und diesen Netzwerken des WEF ihre Karrieren verdanken. Und man kann anhand der Liste auch deutlich sehen, welche Länder dem Einfluss und den Zielen des WEF entgegenstehen, indem man nachschaut, aus welchen Ländern kein einziger Vertreter anreist. Auf der Liste ist kein einziger Vertreter von China zu finden, gleiches gilt für Russland. Interessanterweise ist eine Vertreterin aus Weißrussland auf der Liste, allerdings handelt es sich dabei um die gescheiterte ehemalige Präsidentschaftskandidatin Svetlana Tichanowskaja[wp], die die meisten Menschen wahrscheinlich längst vergessen haben. Auch Iraner sucht man auf der Liste vergebens und aus Venezuela zum Beispiel kommt nur ein Teilnehmer. Wenn man sich im Gegenzug anschaut, dass aus zum Beispiel aus Deutschland fast hundert Menschen eingeladen sind, aus Frankreich fast 50 Personen und dass sogar die EU mit fast 20 Personen (nämlich fast die vollständige EU-Kommission und die EU-Chefs von der Leyen und Michel[wp]) vertreten ist, dann wird offensichtlich, die Politik welcher Staaten vom WEF beeinflusst (oder gelenkt) wird - und welche Staaten sich dem entziehen. Und man kann auf der Liste auch sehr schön erkennen, wer beim WEF den Ton angibt, denn die Vertreter aus den USA habe ich nicht einmal zählen können. Sie füllen 20 der 79 Seiten der Teilnehmerliste. Zum Vergleich: Die fast hundert Teilnehmer aus Deutschland füllen nur drei Seiten aus, aus den USA reisen grob geschätzt 600 bis 700 Vertreter an. Die "westliche Demokratie" ist in Wirklichkeit eine OligarchieAuch (und gerade) für die USA gilt auch, dass die US-Regierung nur das umsetzt, was ihre Oligarchen wollen. Diese (russische) Sicht auf die USA hat der Chef des russischen Sicherheitsrates[wp] vor einigen Tagen in einem Interview so formuliert:
Das ist keinesfalls meine "kranke Verschwörungstheorie" oder "russische Propaganda". Das hat 2014 eine große Studie von zwei Professoren sehr berühmter US-Universitäten in einer Studie herausgearbeitet.[13] Sie haben anhand unzähliger Meinungsumfragen geprüft, ob das, was in Washington in Gesetze geschrieben wird, auch das ist, was die Mehrheit der US-Bürger möchte. Ergebnis: null Prozent Übereinstimmung zwischen dem Willen der Wähler und den Gesetzen, die die gewählten Vertreter dann beschlossen haben. Die USA sind der Studie zufolge keine Demokratie, sondern eine Oligarchie, in der einige wenige sehr reiche und mächtige Menschen entscheiden, was getan wird. Aber für die Menschen wird die Illusion einer Demokratie erschaffen. Und die USA haben Europa nach dem Krieg diese "Demokratie" gebracht, weshalb das gleiche auch für die Staaten der EU und für alle Staaten der "westlichen Wertegemeinschaft" gilt. Vermutlich haben Sie von dieser Studie noch nie etwas gehört, denn die Medien haben darüber praktisch nicht berichtet. Wenn es um Kritik am System geht, schweigen die Medien. Oligarchen oder Philanthropen?Das deckt sich exakt mit dem, was ich in meinen Büchern "Abhängig Beschäftigt" (darüber, wie die "westlichen Demokratien" funktionieren und wer dort in Wahrheit die Macht hat), "Inside Corona" (in dem ich am Beispiel der Pandemie aufgezeigt habe, wie diese Macht umgesetzt wird) und "Putins Plan" (über die russischen Vorstellungen einer gerechteren Weltordnung) herausgearbeitet und aufgezeigt habe: Im Westen herrschen Clans von Oligarchen, die der Welt nur simulieren, im Westen herrsche Demokratie, also das Volk. In Wirklichkeit wurde im Westen ein System geschaffen, in dem Oligarchen (die von den Medien als "Philanthropen" bezeichnet werden[8]) die Macht haben. Über ihre Konzerne, Lobbyisten und Stiftungen bestimmen sie nicht nur die Politik, sie erreichen so sogar die Annahme ganzer Gesetze, die sie haben möchten. Ein beliebiges Beispiel dafür habe ich schon vor Jahren aufgezeigt, Details finden Sie hier.[14] Der Kern der "westlichen Demokratie" ist also, dass es sich dabei um eine Scheindemokratie handelt, in der in Wirklichkeit das umgesetzt wird, was eine recht kleine Gruppe von Milliardären möchte. Die "Frontlinie" im Kampf der SystemeMan kann von Russlands und Chinas politischen Systemen halten, was man will, aber eines ist offensichtlich: Sie wollen, dass die politischen Entscheidungen nicht von Oligarchen getroffen werden, sondern von den Regierungen. Putin hat die Macht der russischen Oligarchen nach seinem Amtsantritt vor über 20 Jahren sehr schnell gebrochen und auch China hat seinen Internetkonzernen ihre Grenzen aufgezeigt, als die vor einigen Jahren versucht haben, politischen Einfluss aufzubauen. Aus diesem Grund haben Russland und China (und die anderen Staaten, die der US-geführte Westen als Gegner betrachtet) die Arbeit der meisten politischen Stiftungen (NGOs) aus dem Westen bei sich verboten, weil sie deren Einfluss aus ihren eigenen Ländern heraushalten wollen. Sie wollen nicht, dass einige westliche (vor allem US-amerikanische) Oligarchen die Politik in ihren Ländern bestimmen, wie es in den Ländern des Westens der Fall ist. Und genau an dieser Stelle verläuft die "Frontlinie" im Kampf der Systeme, den wir gerade erleben: Es geht um die Frage, wer in Zukunft die Macht hat - die Regierungen der Staaten oder die reichsten Milliardär-Clans und ihre Stiftungen. Das ist im Kern die Frage, der zukünftigen Weltordnung, wie ich in meinem neuesten Buch "Putins Plan" im Detail auf über 300 Seiten und mit 180 Quellen aufgezeigt habe. Worum es bei diesem Kampf der Systeme geht, will ich hier an einem von sehr vielen Beispielen aufzeigen. Mehr Details und Hintergrundinformationen dazu finden Sie wie gesagt in meinen Büchern "Abhängig Beschäftigt", "Inside Corona" und "Putins Plan". Insgesamt umfassen die Bücher etwa 1.000 Seiten und 800 Quellen zu dem Thema. Öffentlich-private PartnerschaftenEin zentrales Element der Macht der Oligarchen im Westen sind die in den Medien gefeierten öffentlich-privaten Partnerschaften, über die ich in dem Buch "Inside Corona" ausführlich geschrieben habe. Dabei geht es im Kern um folgendes: Weil der Staat angeblich so ineffizient ist, muss möglichst viel von "Privaten" umgesetzt werden. Damit werden Privatisierungen begründet und auch Programme der westlichen Oligarchen, die, wie schon gesagt, von den Medien allerdings "Philanthropen" genannt werden. Und das geht so: Die Stiftung eines Oligarchen denkt sich ein wohlklingendes Projekt aus, zum Beispiel den Kampf gegen den Hunger, spendet dafür "großzügig" 50 Millionen Dollar, und dann sind die westlichen Staaten so begeistert davon, dass sie zum Beispiel 500 Millionen dazugeben. Die Stiftung hat dann 550 Millionen Dollar und kauft damit irgendwas (Saatgut, Landmaschinen, Lebensmittel etc.), um (angeblich) den Hunger zu bekämpfen. Der Trick dabei ist, dass diese Waren bei Konzernen gekauft werden, die dem "großzügigen" Philanthropen gehören - er macht auf diese Weise aus 50 Millionen eigenem Geld 550 Millionen eigenes Geld. Das ist stark vereinfacht beschrieben, funktioniert im Kern aber tatsächlich so, wofür ich in "Inside Corona" unzählige Beispiele gezeigt habe. Das ist auch der Grund, warum all die angeblichen Philanthropen immer reicher werden, während sie nach offizieller Lesart all ihr Vermögen zum Wohle der Menschheit verschenken. In Wahrheit verschenken sie gar nichts, sondern nutzen ein wenig eigenes Geld, um ein Vielfaches an Steuergeldern in ihre eigenen Taschen zu lenken. So werden sie dabei immer reicher und mächtiger. Diese öffentlich-privaten Partnerschaften sind inzwischen ein zentrales Element des westlichen Systems geworden und sie werden ständig ausgebaut. Und nun kommt das Entscheidende: Bei allen öffentlich-privaten Partnerschaften sind es immer nur die Staaten des Westens, die sie mit Steuergeldern finanzieren. Andere Staaten, allen voran Russland und China, spielen das Spiel nicht mit. Sie unterstützen die westlichen Oligarchen bei diesem zentralsten ihrer Anliegen nicht. Und genau das wird an der aktuellen Teilnehmerliste des WEF deutlich, denn nachdem der Krieg der Systeme in der Ukraine von einem Kalten Krieg zu einem "heißen Krieg" geworden sind, sind die wenigen Kontakte, die es zwischen dem WEF (und anderen Institutionen der westlichen Oligarchen) einerseits und Russland und China andererseits gegeben hat, abgebrochen. Putin Rede(n)Hinzu kommt, dass Russland dem westlichen System, in dem die Stiftungen der Oligarchen de facto die Macht haben, offen den Kampf angesagt hat. Das könnte man natürlich für eine Show halten, aber zusammen mit den oben genannt |