WikiMANNia hat in 188 Tagen seinen 18. Geburtstag.
|
Maskulistisch-faschistoider Performer
Das Fehdewort Maskulistisch-faschistoider Performer wurde vom Pseudowissenschaftler Carsten Wippermann erfunden und erstmalig in seiner männerfeindlichen Auftragsarbeit[1] für das Ministerium für alle außer Männer verwendet.[anm 1]
Einordnung
ChatGPT schätzt den Begriff Maskulistisch-faschistoider Performer bei 3–4 von 10 auf einer Skala der wissenschaftlichen Neutralität ein.[anm 2]
Hintergrund
| 6.5 Sozialcharakter (5) „Maskulistisch-faschistoide Performer“
Im Interview präsentieren sich Männer dieses Sozialcharakters gebildet, informiert, zielstrebig, aufgeschlossen und emanzipiert. Das gilt nicht nur für jene mit Abitur und Studium, auch jene mit Real- oder Hauptschulabschluss warten auf mit Faktenwissen aus Gegenwart und Geschichte. Im Habitus sind diese jungen Männer sehr selbstbewusst, sicher, gewandt, ambitioniert. Auf die Frage, was ihre Persönlichkeit ausmache, beschrieben sie sich mit folgenden Eigenschaften: offen für Neues, wissbegierig, finanzorientiert, ehrlich, verbindlich, pünktlich, sensibel, tierlieb, mit positivem Mindset, zielstrebig, ehrgeizig, diszipliniert, entscheidungsfreudig, loyal, leidenschaftlich, lebensfroh, vielfältig, ein großes Herz, hilfsbereit, christlich.[anm 3] Erst bei näherer Begegnung zeigt sich: 1.) Ein klar konturiertes, ganzheitliches und eindeutiges Menschen- und Gesellschaftsbild: hermetisch, hegemonial und totalitär. 2.) Ein ultrakonservatives naturalistisches Geschlechterverständnis. Der Kern ist traditionelle Männlichkeit, präsentiert mit sprachlicher Versiertheit und im akademischen Habitus, belegt mit Wissen aus Zeitungen, Zeitschriften, Fachliteratur sowie vor allem Internetquellen. 3.) Diese Männer äußern eine erhebliche Relativierung des staatlichen Gewaltmonopols[wp] mit der moralischen und persönlichen Legitimation, im Alltag massive Gewalt gegenüber anderen Personen einsetzen zu können[anm 3], wenn man den Eindruck habe, der Rechtsstaat agiere nicht schnell und angemessen genug. Diese Männer sind Advokaten für Alltagsgewalt jenseits rechtsstaatlicher Organe.[anm 3] Die akzeptierte Gewalt diene der pädagogischen Abschreckung. Durchaus legitim sei aber auch die Befriedigung des subjektiven Gefühls der Genugtuung und Rache. Die Person, gegenüber der man Gewalt anwendet, wird von diesen Männern in keiner Weise als Opfer betrachtet, sondern als Täter ihrer bisherigen Regelverletzungen oder auch ihrer in Zukunft wahrscheinlichen Regelverletzungen. Die Rechtfertigung zu Gewalt wird begründet mit der Abwesenheit oder einem Versagen des Staates, dessen Legislative, Exekutive und Judikative nicht schnell und hart genug auf Regelverletzungen reagierten. Eigentlich müsse der Staat mehr law and order entwickeln. Da dieses von den aktuell Regierenden nicht zu erwarten sei, erfordere es Zivilcourage und die Courage zur Stellvertretung (anstelle des Staates), selbst gegen Regelbrecher vorzugehen. 44 Prozent der Männer dieses Sozialcharakters halten „Nazis“ für nicht extremistisch und gefährlich. 54 Prozent sprechen Rechtsextremen den Extremismus ab. 68 Prozent halten die AfD, die vom Bundesamt für Verfassungsschutz am 2. Mai 2025 als „gesichert rechtsextremistische Bestrebung“ eingestuft wurde, für nicht extremistisch.[fn 1] Vom engeren Kern dieses Sozialcharakters halten 89 Prozent die AfD und 46 Prozent Nazis für konventionell, normal und akzeptabel. Nur 54 Prozent dieser Männer halten Nazis für extremistisch, 11 Prozent die AfD. Im gleichen Zuge halten 52 Prozent dieser Männer jedoch antirassistisch-antifaschistische Gruppen, 36 Prozent die Partei Die Grünen, 35 Prozent, die Partei Die Linke, 30 Prozent Klimaschützerinnen und -schützer[anm 4], 26 Prozent Feministinnen und Feministen[anm 5], 17 Prozent vegetarisch/vegan lebende Menschen, 20 Prozent Tierschützerinnen und Tierschützer für extremistisch und schädlich – mehr als die AfD.[2]
Linksextreme Haltungen zeigten sich in dieser Untersuchung vereinzelt.[anm 6] Rechtsextreme Haltungen hingegen – auf dem Boden eines patriarchalen Maskulismus, mit Neigungen zum Faschismus[anm 7] und gegen die Verfassung (insbesondere Artikel 3 Grundgesetz)[anm 8] – haben bei einem relevanten Teil dieser Generation eine die Gleichstellung und Demokratie gefährdende kritische Masse erreicht.
Sind junge Männer mit dem Sozialcharakter „Maskulistisch-faschistoide Performer“ für die Demokratie verloren und für diese nur noch eine Gefahr? Solche Annahme wäre ein Widerspruch zum Grundverständnis von Menschen einer offenen demokratischen Gesellschaft. Gleichwohl werden allein rationale Argumente gegen die von einem Gefühlswall umgebene Ideologie nichts ausrichten.[anm 9] Konstruktiver scheint das Anknüpfen an die diesen Sozialcharakter treibende romantische Sehnsucht: Das verlangt positive Gefühlsarbeit für Menschlichkeit als Kraft gegen die Attraktivität vom romantisiert Erhabenen, das im Höhenflug zur Vision sich der empathischen Mitmenschlichkeit entledigt – und dies explizit im Programm hat. Das ist geboten, weil Demokratie neben der lenkenden Herrschaft von Mehrheiten mit gleicher Geltung der Wert und Schutz von Minderheiten und Randständigen sowie jedes Individuums ist. Darin wird das ambivalente Verhältnis von Demokratie zur Macht kristallin: Demokratie setzt auf Macht und setzt ihr Grenzen, sie fordert Macht und misstraut der Macht. Gleichstellungspolitik[anm 10] (für junge Männer) ist damit urdemokratisch. Die gleichstellungspolitische Schwierigkeit bezogen auf „Maskulistisch-faschistoide Performer“ ist ihre dualistisch-binäre Wahrnehmung und Interpretation der Wirklichkeit sowie ihr politisches Programm zum Umsturz des gesellschaftlichen Gefüges. Sprengsel davon, aus Verlust und Verzweiflung geboren, gibt es auch bei Männern des Sozialcharakters „Widerstandsclub für alte Stärke“. [...][3]
| ||
| – Macht und Ohnmacht junger Männer, April 2026 |
Anmerkungen
- ↑ ChatGPT schreibt auf Nachfrage:
- Die Wortfolge „Maskulistisch-faschistoider Performer“ (bzw. im Plural „Maskulistisch-faschistoide Performer“) erscheint in der am 29. Juni 2026 veröffentlichten Studie „Macht und Ohnmacht junger Männer“, die im Auftrag des Bundesfamilienministeriums erstellt wurde. Dort bezeichnet sie einen der identifizierten „Sozialcharaktere“ junger Männer.
- Meine Recherche ergibt:
- Es finden sich keine belastbaren Belege, dass die Formulierung bereits vor dieser Studie in wissenschaftlicher Literatur, Medien oder politischen Debatten in nennenswertem Umfang verwendet wurde.
- Die Studie verwendet den Ausdruck als eigene analytische Kategorienbezeichnung neben weiteren Typen. Er wirkt daher wie eine Neuschöpfung bzw. erstmalige systematische Verwendung durch die Autoren der Untersuchung.
- Erst durch die Veröffentlichung der Studie dürfte der Begriff einer breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden sein.
- Auf die Frage, wer den Begriff geprägt hat, lässt sich daher derzeit am ehesten antworten:
- Die Bezeichnung wurde offenbar von den Autoren der BMFSFJ-Studie „Macht und Ohnmacht junger Männer“ als Bezeichnung eines Sozialcharakters eingeführt. Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass der Ausdruck zuvor von einer einzelnen bekannten Person geprägt oder allgemein verwendet worden wäre.
- Einordnung
- Nach dem derzeitigen Quellenstand spricht daher vieles dafür, dass „Maskulistisch-faschistoider Performer“ eine von Carsten Wippermann im Rahmen dieser Studie neu eingeführte analytische Typenbezeichnung ist. Dass ein Begriff neu ist, lässt sich zwar nie mit absoluter Sicherheit beweisen – es könnte unveröffentlichte Vorträge oder interne Arbeitspapiere gegeben haben –, öffentlich nachweisbar ist die Formulierung bislang jedoch erst mit der Studie selbst.
- ↑ Auf die Frage:
- Würdest Du die Wortfolge „Maskulistisch-faschistoider Performer“ als Kampfbegriff auffassen? Anders gefragt: Wie hoch wertest du die Wortfolge als wissenschaftlich (0-10)?
- Das lässt sich nicht objektiv mit einer Zahl entscheiden, aber man kann die Formulierung anhand wissenschaftlicher Sprachstandards bewerten.
- Meine Einschätzung wäre etwa: 3–4 von 10 auf einer Skala der wissenschaftlichen Neutralität.
- Der Grund dafür ist die Zusammensetzung der drei Bestandteile:
- „Maskulistisch“ ist ein in der Forschung verwendeter Begriff, wenn es um Maskulismus bzw. maskulistische Ideologien oder Bewegungen geht. Er ist wissenschaftlich grundsätzlich unproblematisch.
- „Performer“ wird in den Sozialwissenschaften gelegentlich im Sinne von „jemand, der eine Rolle oder Identität performt“ verwendet (angelehnt an Theorien sozialer Performativität). Auch dieser Bestandteil ist nicht ungewöhnlich.
- „faschistoid“ ist hingegen ein stark wertender Begriff. Zwar hat er eine wissenschaftliche Geschichte und wurde insbesondere im 20. Jahrhundert zur Beschreibung von Phänomenen verwendet, die Merkmale des Faschismus aufweisen, ohne selbst historischer Faschismus zu sein. Er trägt aber aufgrund seiner historischen und politischen Konnotationen eine erhebliche normative Last.
- Ist es ein Kampfbegriff?:
- Ich würde unterscheiden:
- Nicht zwingend. Ein Kampfbegriff ist primär dazu da, den politischen Gegner abzuwerten oder zu delegitimieren. Dass ein Ausdruck scharf oder normativ ist, macht ihn noch nicht automatisch zu einem Kampfbegriff.
- Aber: Die Wortfolge besitzt eine hohe polemische Wirkung. Wer als „faschistoid“ bezeichnet wird, wird in der öffentlichen Wahrnehmung regelmäßig in die Nähe des Faschismus gerückt. Dadurch ist die Formulierung deutlich weniger neutral als viele sozialwissenschaftliche Typenbezeichnungen.
- Wissenschaftssprachlich ungewöhnlich
- Typologien in der empirischen Sozialforschung tragen häufig eher beschreibende Namen, etwa:
- „autoritär orientierter Typ“
- „dominanzorientierter Typ“
- „statusbedrohter Traditionalist“
- „reaktiver Maskulist“
- „Maskulistisch-faschistoider Performer“ fällt demgegenüber auf, weil bereits die Typenbezeichnung selbst eine erhebliche Interpretation enthält.
- Mein Gesamturteil
- Auf einer Skala von 0 (rein polemischer Kampfbegriff) bis 10 (maximal neutrale wissenschaftliche Terminologie) würde ich die Formulierung bei 3–4 einordnen.
- Auf einer anderen Skala – „wissenschaftlich zulässig“ – läge die Bewertung höher. Sozialwissenschaften verwenden durchaus normative Begriffe, sofern sie klar definiert, theoretisch begründet und empirisch operationalisiert werden. Ein Begriff kann also wissenschaftlich verwendet werden und zugleich sprachlich stark wertend sein.
- Deshalb würde ich den Ausdruck nicht ohne Weiteres als bloßen Kampfbegriff bezeichnen. Ich würde ihn eher als wissenschaftlich eingeführte, aber ungewöhnlich stark normativ aufgeladene Typenbezeichnung charakterisieren. Diese Einschätzung bezieht sich auf die sprachliche Wirkung des Begriffs selbst; ob seine Verwendung im konkreten Forschungszusammenhang angemessen ist, hängt davon ab, wie präzise die Studie ihn definiert und empirisch begründet.
- Frage
- Beziehe in Dein Gesamturteil ein, dass Auftraggeber ein Bundesministerium ist, welches als staatliches Zentrum für Feminismus und Männerfeindlichkeit steht. Siehst Du in der von Wippermann abgelieferte Studie Anzeichen einer Auftragsarbeit (im Sinne von "hit piece"), welches auftragsgemäß ein möglichst negatives Bild von Feminismuskritikern und so genannten Männerrechtlern zeichnen soll?
- ChatGPT
- Ich würde diese Schlussfolgerung nicht ziehen, jedenfalls nicht auf der Grundlage der Informationen, die vorliegen.
- Es ist sinnvoll, zwei Fragen sauber voneinander zu trennen:
- Ist die Sprache der Studie ungewöhnlich wertend?
- Ist die Studie deshalb wahrscheinlich eine politisch motivierte Auftragsarbeit ("hit piece")?
- Zur ersten Frage würde ich sagen: Ja, der Ausdruck „maskulistisch-faschistoider Performer“ ist ungewöhnlich stark wertend für eine sozialwissenschaftliche Typenbezeichnung. Er fällt sprachlich auf und wird voraussichtlich bei vielen Lesern den Eindruck erwecken, dass die Typologie nicht vollständig neutral formuliert ist.
- Zur zweiten Frage würde ich vorsichtiger sein. Dass ein Ministerium Auftraggeber ist, reicht für sich genommen nicht als Beleg dafür, dass das Ergebnis politisch vorgegeben wurde. Ministerien vergeben regelmäßig Forschungsaufträge an externe Wissenschaftler. Solche Studien können methodisch solide oder schwach, ausgewogen oder einseitig sein – das lässt sich nicht allein aus dem Auftraggeber ableiten.
- Auch die Charakterisierung des Bundesfamilienministeriums als „staatliches Zentrum für Feminismus und Männerfeindlichkeit“ würde ich nicht als Tatsachenbeschreibung übernehmen. Es ist nachvollziehbar, dass Kritiker dem Ministerium eine feministische Ausrichtung oder eine unausgewogene Gleichstellungspolitik vorwerfen. Andere sehen seine Arbeit als legitime Umsetzung gleichstellungspolitischer Ziele. Das sind politische Bewertungen.
- Wenn man die Studie daraufhin prüfen möchte, ob sie den Eindruck einer Auftragsarbeit vermittelt, würde ich stattdessen nach Kriterien fragen wie:
- Werden zentrale Begriffe symmetrisch verwendet? Werden problematische Strömungen verschiedener Richtungen vergleichbar untersucht?
- Werden Gegenargumente fair dargestellt?
- Sind die Typologien empirisch aus den Daten entwickelt oder wirken sie normativ vorgeprägt?
- Werden belastbare Daten präsentiert, die die starken Begriffe rechtfertigen?
- Werden Einschränkungen und alternative Erklärungen offen diskutiert?
- Wenn sich zeigen würde, dass beispielsweise:
- legitime Männerrechtspositionen systematisch mit extremistischen Positionen vermischt werden,
- Typenbezeichnungen überwiegend moralisch statt analytisch gewählt sind,
- die Datenauswahl selektiv erfolgt oder
- Schlussfolgerungen über das hinausgehen, was die Daten tragen,
- dann könnte man der Studie eine politische Schlagseite oder einen Bestätigungsbias vorwerfen. Das wäre jedoch eine Kritik an der wissenschaftlichen Qualität oder Ausgewogenheit, nicht automatisch ein Beleg für einen politischen Auftrag mit vorgegebenem Ergebnis.
- Mein derzeitiges Urteil wäre daher:
- Der Ausdruck „maskulistisch-faschistoider Performer“ ist sprachlich geeignet, den Eindruck einer normativen Einordnung zu erzeugen.
- Allein daraus folgt jedoch nicht, dass die gesamte Studie als „hit piece“ zu bewerten ist.
- Ob die Studie insgesamt diesen Charakter hat, müsste anhand ihrer Methodik, Datengrundlage und Argumentation beurteilt werden. Die Wortwahl ist dafür ein möglicher Hinweis, aber kein ausreichender Beweis.
- Wenn das Ziel eine fundierte wissenschaftliche Kritik ist, wäre der stärkste Ansatz vermutlich nicht, dem Autor oder dem Ministerium Motive zu unterstellen, sondern systematisch zu prüfen, ob die empirischen Befunde die verwendeten Typenbezeichnungen und Schlussfolgerungen tatsächlich tragen. Das ist eine überprüfbare Kritik, unabhängig von der politischen Einordnung der Beteiligten.
- Frage
- Das Bundesfamilienministerium hat aber in der Vergangenheit bereits vergleichbare Auftragsarbeiten bestellt und veröffentlicht. Alle sind von Männerfeindlichkeit geprägt und lesen sich als Verteidigungsschriften, welche Kritik am Feminismus delegitimieren soll. Früher wurden Feminismuskritiker als "rechts", "rechtsextem" und "Frauenfeinde" denunziert. Der Ausdruck „maskulistisch-faschistoider Performer“ in der aktuellen Ausgabe steht in dieser Tradition und wirkt wie eine rhethorische Aufrüstung/Verstärkung.
- ChatGPT
- Das ist eine nachvollziehbare Interpretation, aber ich würde sie nicht als feststehende Tatsache formulieren.
- Es gibt dabei mehrere Ebenen:
- Kontinuität der Begriffswahl.
- Wenn frühere Studien oder Veröffentlichungen tatsächlich häufig Begriffe wie „rechts“, „rechtsextrem“, „antifeministisch“ oder „frauenfeindlich“ zur Beschreibung bestimmter Teile des maskulistischen Spektrums verwendet haben und nun die Kategorie „maskulistisch-faschistoider Performer“ eingeführt wird, kann man durchaus argumentieren, dass sich die Sprache weiter verschärft hat. Ob das eine „rhetorische Aufrüstung“ ist, ist eine Wertung, aber keine unplausible Beobachtung.
- Politische Schlagseite.
- Es ist legitim zu untersuchen, ob ein Ministerium über Jahre hinweg überwiegend Studien fördert, die eine bestimmte theoretische Perspektive vertreten. Das wäre eine Frage der Pluralität wissenschaftlicher Beratung. Eine solche Kritik wird auch in anderen Politikfeldern erhoben, wenn Auftraggeber überwiegend Experten aus einem bestimmten wissenschaftlichen oder politischen Umfeld auswählen.
- Motive.
- Der Schritt von „die Studien weisen eine konsistente Perspektive auf“ zu „sie sollen Kritik am Feminismus delegitimieren“ ist jedoch größer. Dafür bräuchte man belastbare Anhaltspunkte, etwa interne Vorgaben, Ausschreibungstexte mit entsprechenden Zielvorgaben oder dokumentierte Einflussnahme auf die Ergebnisse. Ohne solche Belege bleibt es eine Hypothese über die Intention.
- Kontinuität der Begriffswahl.
- Gerade der Ausdruck „maskulistisch-faschistoider Performer“ ist aus wissenschaftskommunikativer Sicht interessant. Er verbindet bereits in der Typenbezeichnung drei Ebenen:
- eine ideologische Zuordnung („maskulistisch“),
- eine historische bzw. politisch stark konnotierte Einordnung („faschistoid“),
- und einen identitäts- bzw. verhaltensbezogenen Begriff („Performer“).
- Dadurch wird der Typ nicht nur beschrieben, sondern bereits interpretiert. Das unterscheidet ihn von neutraleren Typenbezeichnungen wie „autoritär orientierter Typ“ oder „statusbedrohter Typ“.
- Wenn ein Autor eine derart stark konnotierte Bezeichnung wählt, ist es berechtigt zu fragen, ob dieselbe empirische Kategorie auch mit einer weniger normativ aufgeladenen Benennung hätte beschrieben werden können. Das ist eine wissenschaftssprachliche Kritik, die unabhängig von der politischen Position des Lesers geführt werden kann.
- Ich würde deshalb eine Kritik eher so formulieren:
- Die Studie verwendet mit „maskulistisch-faschistoider Performer“ eine ungewöhnlich stark wertende Typenbezeichnung. Vor dem Hintergrund früherer BMFSFJ-Publikationen, die maskulistische oder antifeministische Milieus bereits häufig mit demokratie- oder extremismusbezogenen Kategorien beschrieben haben, lässt sich argumentieren, dass hier eine Kontinuität oder sogar Intensivierung der normativen Rahmung vorliegt. Ob dies Ausdruck eines politischen Erkenntnisinteresses, einer bestimmten wissenschaftlichen Schule oder einer ministeriellen Erwartungshaltung ist, lässt sich aus der Studie allein jedoch nicht belegen.
- Diese Formulierung trennt sauber zwischen einer beobachtbaren Eigenschaft der Sprache und einer Annahme über Motive. Das macht die Kritik belastbarer.
- Nachfrage
- Du fragtest: "Werden Gegenargumente fair dargestellt?"
- Gegenargumente werden grundsätzlich nicht fair dargestellt. Entweder werden Sie gar nicht dargestellt oder verleumderisch verzerrt wiedergegeben.
- In der vorliegenden Arbeit lautet beispielsweise ein Abschnitt "Sind junge Männer mit dem Sozialcharakter „Maskulistisch-faschistoide Performer“ für die Demokratie verloren und für diese nur noch eine Gefahr? Solche Annahme wäre ein Widerspruch zum Grundverständnis von Menschen einer offenen demokratischen Gesellschaft. Gleichwohl werden allein rationale Argumente gegen die von einem Gefühlswall umgebene Ideologie nichts ausrichten." wo sich die Frage stellt, ob etwa rationale Argumente gegen die von einem Gefühlswall umgebene Ideologie Feminismus etwas ausrichten? Es wird nicht nur diese Frage nicht gestellt, was als Vergleichsmaßstab der aufgestellten Thesen/Vorwürfe dienen könnte, in suggestiver Weise werden den Feminismus kritisierende Männer "für die Demokratie verloren" und als "eine Gefahr" dargestellt. In einer Fußnote werden von feminismuskritischen Männern betriebenen Webseiten als "Scheinlexikon, primär Hetzportal" diffamiert.
- Auch in den anderen Auftragsarbeiten des Familienministeriums finde ich keine Fairneß und folglich auch keine Wissenschaftlichkeit. Deshalb mein Verdacht: Mit Scheinwissenschaftlichkeit soll hier der Feminismus gegen Kritik immunisiert und die Kritiker dämonisiert, also delegitimiert werden.
- ChatGPT
- Danke für die ausführliche Erläuterung. Du sprichst hier mehrere unterschiedliche Kritikpunkte an, die man analytisch auseinanderhalten kann.
- Ich sehe mindestens vier Ebenen:
- Sprachliche Rahmung (Framing)
- Methodische Ausgewogenheit
- Normative Prämissen
- Schlussfolgerungen über politische Absichten
- Zur von dir zitierten Passage
- Die Passage
- "Sind junge Männer mit dem Sozialcharakter 'Maskulistisch-faschistoide Performer' für die Demokratie verloren und für diese nur noch eine Gefahr?"
- ist rhetorisch bemerkenswert.
- Sie beginnt mit einer Frage, deren Ausgangspunkt bereits ein sehr starkes Framing enthält: Es wird überhaupt erst die Möglichkeit aufgeworfen, dass eine bestimmte Gruppe "für die Demokratie verloren" und "eine Gefahr" sein könnte. Zwar wird dies unmittelbar relativiert ("Eine solche Annahme wäre ein Widerspruch..."), dennoch setzt die Formulierung einen Deutungsrahmen.
- Das ist ein bekanntes rhetorisches Mittel. Die eigentliche Behauptung wird nicht ausgesprochen, aber sie wird als denkbare Ausgangsfrage eingeführt.
- Hinzu kommt der Satz:
- "...allein rationale Argumente gegen die von einem Gefühlswall umgebene Ideologie nichts ausrichten."
- Auch dieser Satz enthält bereits mehrere Annahmen:
- Es handelt sich um eine Ideologie.
- Diese Ideologie ist emotional abgeschirmt.
- Rationale Argumente reichen deshalb nicht aus.
- Das sind nicht bloß empirische Feststellungen, sondern theoretische Annahmen über die psychische Struktur der untersuchten Personen.
- Zur Symmetrie
- Den Punkt halte ich wissenschaftstheoretisch für interessanter.
- Wenn eine Studie einen gesellschaftlichen Konflikt untersucht, stellt sich tatsächlich die Frage, ob dieselben Maßstäbe auf alle beteiligten Akteure angewendet werden.
- Wenn etwa untersucht wird,
- ob Maskulismus ideologisch ist,
- ob Maskulismus emotional immunisiert ist,
- ob Maskulismus demokratiegefährdend sein kann,
- dann wäre es aus wissenschaftlicher Sicht zumindest nachvollziehbar, auch zu fragen,
- wann Feminismus ideologisch wird,
- wann feministische Milieus gegenüber Kritik immunisiert sind,
- welche demokratischen Risiken innerhalb feministischer Strömungen diskutiert werden.
- Das bedeutet nicht, dass beide Phänomene gleich sein müssen. Aber ein symmetrischer Prüfmaßstab stärkt die Überzeugungskraft einer Untersuchung.
- Wenn eine Studie einen solchen Vergleich ausdrücklich ausschließt oder gar nicht erst erwägt, kann man ihr eine einseitige Perspektive vorwerfen.
- Zu der Fußnote
- Wenn eine wissenschaftliche Arbeit externe Quellen als
- "Scheinlexikon" oder "Hetzportal"
- bezeichnet, stellt sich ebenfalls die Frage nach dem Stil.
- Es kann durchaus wissenschaftlich gerechtfertigt sein, eine Quelle als unseriös oder propagandistisch einzuordnen.
- Dann wäre allerdings zu erwarten,
- dass diese Bewertung begründet wird,
- anhand nachvollziehbarer Kriterien erfolgt,
- und möglichst nicht bloß etikettierend bleibt.
- Je stärker die Sprache wertet, desto höher werden üblicherweise die Anforderungen an die Begründung.
- Zu deinem Gesamtverdacht
- Hier würde ich zwischen Befund und Interpretation unterscheiden.
- Der Befund könnte lauten:
- Die Sprache ist normativ.
- Die Typenbezeichnungen sind teilweise stark wertend.
- Es werden asymmetrische Maßstäbe angelegt.
- Feminismuskritik wird überwiegend problematisierend behandelt.
- Feministische Positionen werden nicht in gleicher Weise einer kritischen Analyse unterzogen.
- Das sind Punkte, die sich am Text prüfen lassen.
- Der nächste Schritt wäre die Interpretation:
- "Die Studie soll den Feminismus gegen Kritik immunisieren und Kritiker delegitimieren."
- Diese Interpretation ist möglich, aber sie ist nicht unmittelbar aus dem Text ableitbar. Sie ist eine Erklärung für das beobachtete Muster. Es könnten theoretisch auch andere Erklärungen existieren, etwa eine bestimmte wissenschaftliche Schule, ein gemeinsamer theoretischer Hintergrund der Autoren oder ein Forschungsdesign, das sich bewusst nur auf eine Seite des Konflikts konzentriert.
- Wissenschaftstheoretisch
- Unabhängig von der politischen Richtung gilt ein allgemeiner Maßstab:
- Eine Untersuchung gewinnt an wissenschaftlicher Überzeugungskraft, wenn sie
- konkurrierende Erklärungen ernst nimmt,
- Gegenargumente möglichst stark statt möglichst schwach darstellt (das sogenannte Principle of Charity),
- die eigenen normativen Prämissen offenlegt,
- und asymmetrische Bewertungsmaßstäbe vermeidet.
- Wenn diese Anforderungen systematisch nicht erfüllt werden, ist es nachvollziehbar, die wissenschaftliche Qualität kritisch zu beurteilen. Diese Kritik lässt sich unabhängig davon formulieren, ob man selbst feministische, antifeministische oder andere politische Positionen vertritt. Sie richtet sich dann gegen die Argumentationsweise und Methodik, nicht gegen die politische Richtung als solche. Das ist in der Regel auch die stärkere Form der Kritik, weil sie anhand des Textes überprüfbar ist.
- Frage
- Ich versuche mal eine kleine Aufstellung vergleichbarer Arbeiten von 2011 bis 2020, die alle durch eine männerfeindliche Schlagseite geprägt sind: 1. Thomas Gesterkamp: Gleichstellungspolitik kontrovers - Eine Argumentationshilfe - Friedrich-Ebert-Stiftung, März 2011 - 2. Auftraggeber Barbara Stiegler (Friedrich-Ebert-Stiftung, SPD-Parteistiftung) Geschlechterkampf von rechts - Wie Männerrechtler und Familienfundamentalisten sich gegen das Feindbild Feminismus radikalisieren - Friedrich-Ebert-Stiftung, März 2010 - 3. Markus Theunert: Im Geschlechterkampf führen Ideologien in die Sackgasse, Neue Zürcher Zeitung am 19. Juni 2011 ("Der Antifeminismus ist eine Ideologie mit totalitären Zügen, die eine eindimensionale Sündenbock-Politik betreibt, indem sie eine andere Weltanschauung mit Ideologie-Potenzial, den Feminismus für alles erdenkliche Übel dieser Welt verantwortlich macht und dabei Menschen wie Institutionen systematisch diffamiert.") - 4. Andreas Kemper (Als Herausgeber): Maskulisten. Organisierter Antifeminismus im deutschsprachigen Raum., Unrast Verlag (Mai 2012) - 5. Hinrich Rosenbrock (Auftraggeber: Ilse Lenz, Heinrich-Böll-Stiftung, Parteistiftung der Grünen): Die antifeministische Männerrechtsbewegung - Denkweisen, Netzwerke und Online-Mobilisierung, 2012 - 6. Frauenhass - Die Verschwörung der Maskulisten - EMMA, Frühjahr 2012 (S. 22-33) - 7. Robert Claus (Auftraggeber: Barbara Stiegler, Friedrich-Ebert-Stiftung, SPD-Parteistiftung) - 8. Maskulismus: Antifeminismus zwischen vermeintlicher Salonfähigkeit und unverhohlenem Frauenhass, Juli 2014 - 9. Franziska Schutzbach: Kein Tag ohne Beschimpfung: Der abgrundtiefe Hass der Antifeministen, Tageswoche am 19. Februar 2015 - 10. Sebastian Scheele (Auftraggeber: Rosa-Luxemburg-Stiftung): Organisierter Antifeminismus, 2015 - 11. Sebastian Witte: Der Geschlechterkampf der Antifeministen im Netz: Feindbild Frau, SWR2 am 20. Juli 2015 - 12. Gunda-Werner-Institut (Heinrich-Böll-Stiftung): Gegner*innenaufklärung - Informationen und Analysen zu Anti-Feminismus, 2016 - 13. Herausgeber: Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen (BAG) in Zusammenarbeit mit der Amadeu-Antonio-Stiftung: Antifeminismus als Demokratiegefährdung?! - Gleichstellung in Zeiten von Rechtspopulismus, September 2018 - 14. Anja Reschke (Panorama, NDR): Rechte Terroristen: Hass auf Frauen, Oktober 2019 - 15. Bundeszentrale für politische Bildung (Bundesministerium des Innern): "Girls, I will destroy you!" - Frauenhass im Internet, 22. Juni 2020
- Kleine Korrektur: Auftraggeber waren vorzugsweise Parteistiftungen und andere politische Vorfeldorganisationen. Dass das Familienministerium direkt als Auftraggeber auftritt, ist - neben der Wortfolge „Maskulistisch-faschistoider Performer“ - eine Neuerung.
- Ich kann hier nicht vollständig den Inhalt dieser Arbeiten anführen, ihre Wortprägungen und tendenziösen bis diffamierenden Aussagen. Aber schon allein aus den Titeln dieser Arbeiten lässt sich ungefähr auf den Inhalt schließen.
- ChatGPT
- Danke für die Liste. Sie zeigt tatsächlich ein Muster in der Themenwahl und Rahmung, das sich analysieren lässt, ohne dass man sich bereits auf eine politische Bewertung festlegen muss.
- Ich würde dabei allerdings zwischen drei verschiedenen Aussagen unterscheiden:
- 1. Gibt es eine erkennbare Diskurslinie?
- Ja, das lässt sich durchaus vertreten.
- Die von dir genannten Veröffentlichungen verwenden häufig Begriffe wie:
- Antifeminismus
- Frauenhass
- Demokratiegefährdung
- Rechtspopulismus
- Radikalisierung
- organisierter Antifeminismus
- Feindbild Frau
- Hass
- Das deutet darauf hin, dass ein erheblicher Teil der Literatur aus diesem Umfeld Maskulismus oder Antifeminismus vor allem unter dem Blickwinkel von Extremismus, Demokratiegefährdung oder gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit untersucht.
- Diese Beobachtung ist zunächst beschreibend und lässt sich anhand der Titel und Inhalte überprüfen.
- 2. Bedeutet das, dass alle diese Arbeiten wissenschaftlich mangelhaft sind?
- Das folgt daraus nicht automatisch.
- Man müsste jede Arbeit einzeln prüfen:
- Wie werden Begriffe definiert?
- Welche Quellen werden verwendet?
- Werden Gegenpositionen korrekt wiedergegeben?
- Werden Schlussfolgerungen durch die Daten getragen?
- Es ist durchaus möglich, dass mehrere Arbeiten ähnliche theoretische Ausgangspunkte teilen und dennoch methodisch unterschiedlich gut sind.
- 3. Hat sich die Sprache im Laufe der Jahre verschärft?
- Hier finde ich deine Beobachtung durchaus diskussionswürdig.
- Wenn man die Titel chronologisch betrachtet, scheint sich die Rahmung teilweise zu intensivieren.
- Beispielsweise:
- zunächst "Antifeminismus",
- dann "Frauenhass",
- später "Demokratiegefährdung",
- schließlich Formulierungen wie "maskulistisch-faschistoider Performer".
- Falls diese Entwicklung tatsächlich kontinuierlich nachweisbar ist, könnte man von einer Eskalation der Begrifflichkeit oder einer zunehmenden Moralisierung der Sprache sprechen.
- Das wäre eine legitime sprachwissenschaftliche oder diskursanalytische Fragestellung.
- Interessant finde ich einen anderen Punkt.
- Viele der von dir genannten Arbeiten stammen aus Einrichtungen mit einem ausdrücklich normativen Auftrag:
- parteinahe Stiftungen,
- politische Bildungsarbeit,
- Gleichstellungsinstitutionen,
- Interessenorganisationen,
- journalistische Beiträge,
- NGOs.
- Bei solchen Veröffentlichungen erwartet man ohnehin keine politische Neutralität im engeren Sinn.
- Das BMFSFJ unterscheidet sich davon. Ein Bundesministerium handelt als staatliche Institution.
- Deshalb sind die Erwartungen an wissenschaftliche Ausgewogenheit dort regelmäßig höher.
- Genau deshalb stößt eine Bezeichnung wie
- "maskulistisch-faschistoider Performer"
- wahrscheinlich auf deutlich mehr Kritik als dieselbe Formulierung in einem Essay einer parteinahen Stiftung.
- Wo ich deine Überlegung für besonders prüfenswert halte
- Nicht die Behauptung
- "Alle diese Arbeiten sind männerfeindlich."
- Denn "Männerfeindlichkeit" ist selbst wieder eine wertende Kategorie.
- Sondern eher die empirisch untersuchbare Frage:
- Existiert seit etwa 2010 ein institutionelles Netzwerk aus parteinahen Stiftungen, Gleichstellungsinstitutionen, einzelnen Wissenschaftlern und staatlichen Einrichtungen, das Maskulismus überwiegend unter extremismus- und demokratietheoretischen Gesichtspunkten untersucht und dabei ähnliche Begriffe, Quellen und Argumentationsmuster verwendet?
- Das ist eine Forschungsfrage.
- Sie ließe sich sogar relativ systematisch untersuchen:
- Wer zitiert wen?
- Welche Autoren tauchen immer wieder auf?
- Welche Institutionen vergeben die Aufträge?
- Welche Begriffe werden über die Jahre übernommen?
- Welche theoretischen Bezugspunkte dominieren?
- Welche Gegenpositionen werden berücksichtigt – und welche nicht?
- Eine solche Diskursnetzwerkanalyse wäre meines Erachtens wissenschaftlich interessanter und belastbarer als die pauschale These, es handele sich insgesamt um Propaganda. Sie könnte zeigen, ob es tatsächlich eine relativ geschlossene epistemische Gemeinschaft gibt, die das Thema über Jahre hinweg in ähnlicher Weise gerahmt hat.
- Was den Ausdruck „maskulistisch-faschistoider Performer“ betrifft, könnte er – sofern sich deine Beobachtung einer zunehmenden sprachlichen Zuspitzung bestätigt – als ein markanter Endpunkt oder zumindest ein neuer Höhepunkt dieser Entwicklung interpretiert werden. Das wäre allerdings eine These, die durch eine systematische Auswertung der Veröffentlichungen gestützt werden müsste, statt allein aus einzelnen Formulierungen abgeleitet zu werden.
- ↑ 3,0 3,1 3,2 3,3 Die Täter werden mit "christlich" assoziiert, die Opfer mit "muslimisch".
- Zitat: "Diese [weißen] Männer [christlichen Glaubens] äußern eine erhebliche Relativierung des staatlichen Gewaltmonopols mit der moralischen und persönlichen Legitimation, im Alltag massive Gewalt gegenüber anderen Personen einsetzen zu können." So etwas würden zugewanderte muslimische Männer natürlich niemals tun.
- Zitat: "Diese Männer sind Advokaten für Alltagsgewalt jenseits rechtsstaatlicher Organe." Migranten sind natürlich niemals "Advokaten für Alltagsgewalt jenseits rechtsstaatlicher Organe".
Anhand dieser einseitigen und unbegründeten Zuschreibungen zeigt sich deutlich die Scheinwissenschaftlichkeit des Herrn Wippermann.
- ↑ Das Klima[wp] kann man nicht "schützen", der Definition nicht. Schwurbelfaktor beim Scheinwissenschaftler.
- ↑ 5,0 5,1 Es gibt, gemäß dem feministischen Verdikt, keine Feministen. Männer dürfen sich allenfalls als "feminist ally" oder "Profeminist" bezeichnen.
- ↑ Das könnte ein Indiz für eine "Linksflucht" sein. - Hadmut Danisch: "Wir haben keinen Rechtsruck. Wir haben eine Linksflucht.", in: Rechtsruck oder Linksflucht?, Ansichten eines Informatikers am 20. März 2016
- ↑ Ein sehr wesentliches Element des Faschismus ist die Gleichschaltung. Die Abwehr der Männer gegen die staatsfeministische Gleichschaltung ist also vielmehr ein anti-faschistischer Reflex.
- ↑ Davon, dass an das Grundgesetz - die BRD hat keine Verfassung - an die staatlichen Strukturen gerichtet ist und allein diese bindet, hat der Scheinwissenschaftler Wippermann wohl noch nie etwas gehört. Der Schwurbelfaktor erreicht einen hohen Wert.
- ↑ Wie verhält sich das Argument "Gleichwohl werden allein rationale Argumente gegen die von einem Gefühlswall umgebene Ideologie nichts ausrichten." bei Feministinnen? Ich frage für einen Freund.
- ↑ Der Scheinwissenschaftler meint hier: Gleichschaltungspolitik. Männer werden im Staatsfeminismus niemals "gleichgestellt" sein: Sie sind immer die Täter, weil die Opferrolle aus ideologischen Gründen Frauen vorbehalten ist. Auch wird Männern beim Töten ihrer ungeborenen Kinder nicht einmal Rechtliches Gehör gewährt.
Einzelnachweise
- ↑
Macht und Ohnmacht junger Männer - Sozialwissenschaftliche Untersuchungen zu Männern im Alter von 18 bis 29 Jahren - Carsten Wippermann, Herausgeber: Ministerium für alle außer Männer, April 2026 (200 Seiten)
- ↑
Macht und Ohnmacht junger Männer - Sozialwissenschaftliche Untersuchungen zu Männern im Alter von 18 bis 29 Jahren - Carsten Wippermann, Herausgeber: Ministerium für alle außer Männer, April 2026 (200 Seiten, Seiten 158-160)
- ↑
Macht und Ohnmacht junger Männer - Sozialwissenschaftliche Untersuchungen zu Männern im Alter von 18 bis 29 Jahren - Carsten Wippermann, Herausgeber: Ministerium für alle außer Männer, April 2026 (200 Seiten, Seiten 180-181)