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Malka Leifer

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Malka Leifer
Malka Leifer (2018)
Geboren 1966
Beruf Pädagoge

Malka Leifer (* 1966) ist eine ultraorthodoxe jüdische Pädagogin und ehemalige Schulleiterin der Mädchen­schule Adass Israel in Melbourne[wp], Australien. Sie ist Inhaberin der australischen und israelischen Staatsbürgerschaft.

Vorwürfe

Es liegen insgesamt 74 Strafanzeigen wegen Kindes­missbrauch, darunter elf wegen Vergewaltigung, gegen Leifer vor.

Internationale Verwicklungen

Leifer, der Kindesmissbrauch in zahlreichen Fällen vorgeworfen wird, floh 2008 nach Israel. Australien begehrt ihre Auslieferung, doch Israel verweigert dies.

Rechtliches

Das Gerichtsverfahren dauert bereits seit mehr als sechs Jahren an, 60 Anhörungen gab es dazu in Israel. Der seiner­zeitige Gesundheits­minister Yaakov Litzman[jw] wird verdächtigt, Leifer und anderen Pädokriminellen geholfen zu haben, der Justiz zu entkommen. Bei allen Sexual­verbrechern handelt es sich offenbar um Ultra­orthodoxe Juden[jw], die seiner Gemeinschaft der Gerer Juden[jw] angehören oder derselben nahestehen. Leifer im Besonderen soll für Litzman, Vorsitzender der Partei Vereinigtes Thora-Judentum[jw], ein psychiatrisches Gutachten gefälscht haben, das die Auslieferung unmöglich macht.

Leifer wurde 2014 in Israel festgenommen, dann aber unter Hausarrest gestellt und später endgültig freigelassen. Als das Oberste Gericht 2018 entschied, dass sie ihre gesund­heitlichen Probleme nur vorspiegle, wurde sie erneut verhaftet. Verdeckte Ermittler hatten die Frau wochenlang beschattet und bezeugt, dass sie aufgrund ihres offensichtlich gesunden Geisteszustandes ein geordnetes und unauffälliges Leben führt. Im Oktober 2019 entschied das Bezirksgericht Jerusalem, Leifer aus der Haft zu entlassen, was zu starken diplomatischen Spannungen zwischen Australien und Israel führte. Eine anschließende Gerichts­entscheidung lief darauf hinaus, dass Leifer vorerst in polizeilichem Gewahrsam bleiben muss, da Fluchtgefahr bestehe.

Im Dezember 2019 hat ein psychiatrisches Gremium in einem im Anschluss an eine Untersuchung der Verdächtigen erstellten Gutachten konstatiert, dass sie ihre mentalen Probleme nur vortäuscht und ohne weitere Verzögerung ausgeliefert werden könne, was jedoch bisher unterblieben ist.

Im September 2020 hat das Bezirksgericht Jerusalem erneut dem Antrag der Opfer und einer Auslieferung Leifers nach Australien zugestimmt. Leifers Rechtsanwälte kündigten allerdings an, eine Auslieferungs­erlaubnis vor dem Obersten Gericht anfechten zu wollen.

Netzverweise

  • Die englischsprachige Wikipedia führt einen Artikel über Adass Israel School sex abuse scandal
  • Die hebräischsprachige Wikipedia führt einen Artikel über פרשת מלכה לייפר
  • Lissy Kaufmann: Der brisante Missbrauchsfall Malka Leifer setzt Israel unter Druck, Der Standard am 8. Oktober 2019
    Anreißer: Die Ex-Leiterin einer ultra­orthodoxen Schule in Australien soll Schülerinnen sexuell missbraucht haben. Doch Israel liefert sie seit Jahren nicht aus.
    Auszug: Es ist eine juristische Odyssee, die sich in Israel seit Jahren abspielt und die Beziehungen zu Australien schädigen könnte: Seit 2008 ist die ultra­orthodoxe Israelin Malka Leifer in Australien angeklagt. Sie soll als Leiterin einer streng religiösen Mädchenschule in Melbourne Schülerinnen sexuell missbraucht und vergewaltigt haben. Insgesamt 74 Anklagepunkte wurden zusammen­getragen. Doch seit mehr als fünf Jahren hadert Israel mit der Auslieferung der 52-Jährigen.


Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Malka Leifer (16. November 2019) aus der freien Enzyklopädie Jewiki. Der Jewiki-Artikel steht unter der Lizenz Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0). In der Jewiki ist eine Liste der Autoren verfügbar, die vor Übernahme in WikiMANNia am Text mitgearbeitet haben.